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Bore-out: Wenn Langeweile zum Stressfaktor wird

Das Burn-out wurde lange Zeit als Modeerscheinung abgetan. Mittlerweile hat man es als Erkrankung anerkannt. Vor ungefähr zehn Jahren tauchte dann erstmals der Begriff Bore-out auf. Nicht durch Überforderung sondern durch Unterforderung am Arbeitsplatz kommt es zu Erschöpfungszuständen. Bore-out ist das Geschwister des Burn-out, das noch immer danach strebt ernst genommen zu werden.

 

Vorurteil Faulheit

Personen die an einem Bore-out leiden sind nicht faul, sie werden praktisch faul gemacht. Denn dass diese Personen gerne nach herausfordernder Arbeit suchen, beweisen sie, indem sie sich selbst und das berufliche Umfeld zu täuschen versuchen, um beschäftigt zu wirken. Dass diese Farce allerdings größter Anstrengung bedarf, ist vielen Betroffenen nicht bewusst. Monotonie und Langeweile haben eine starke Sogwirkung – ohne Selbsterkenntnis und Anregungen kommt man nur schwer wieder in die Gänge.

 

Langeweile – Antriebslosigkeit – Ausgebrannt

So ist man – obwohl man im Grunde nicht viel geleistet hat – nach einem Arbeitstag dennoch ausgelaugt. Verzweifelt versucht man sich zu entspannen, erschöpft legt man sich auf die Couch, ermüdet quält man sich ins Bett, bis der Teufelskreis am nächsten Morgen von vorne beginnt. Man ist sich durchaus bewusst, seine Zeit zu vergeuden, findet aber keinen Antrieb.

 

Was kann ich als Mitarbeiter tun?

Fangen Sie bei Ihrer Freizeit an. Hier können Sie sofort Änderungen herbeiführen und sich Ziele setzen, die Sie herausfordern. Mit ehrenamtlichem Engagement oder Sport werden Sie rasch wieder das Gefühl vom „gebraucht werden” und „Erfolge einfahren” bekommen. Wenn Sie dadurch auch wieder mehr Lust und Selbstvertrauen getankt haben, suchen Sie das Gespräch mit Ihrem Arbeitgeber. Viele Arbeitgeber sind sich der Situation ihrer Mitarbeiter oft unbewusst.

 

Was kann ich als Arbeitgeber tun?

Evaluieren Sie die Tätigkeitsbereiche Ihrer Mitarbeiter regelmäßig und überprüfen Sie diese auf die Möglichkeit des Erscheinens eines Bore-out. Sprechen Sie mit Mitarbeitern aus jenen Tätigkeitsbereichen offen und ehrlich über Potentiale, Ziele und Zufriedenheit. Erkennen Sie Potentiale und bieten Sie jenen Mitarbeitern eine Veränderung ihrer Tätigkeit an. Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter werden es Ihnen danken.

PS: Sollte Ihnen Angst und Bange werden, sodann wieder einen neuen Mitarbeiter für die dann offene Stelle finden zu müssen: Relax – we do it! Kontaktieren Sie uns für eine sorglose Personalplanung mit Jobmade.